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Genetik

Grundlagen


Jedes Lebewesen hat einen sogenannten diploiden Chromosomensatz, bekommt also von Mutter und Vater dieselben Informationen, sodass alles doppelt da ist. Und was von beidem gilt? Das ist von Gen zu Gen unterschiedlich. Denn es gibt dominante, rezessive und intermediär vererbte Gene.

Dominante Gene
Wie der Name schon sagt, dominieren diese Gene über andere. Bekommt das Lebewesen/Fohlen es von einem Elternteil vererbt, sieht es genauso aus.
Ein gutes Beispiel ist das Schimmel-Gen, auch Gray-Gen genannt. Wenn ein Elternteil Schimmel ist und dieses Gen vererbt, wird auch das Fohlen ein Schimmel. Auch wenn es vom anderen Elternteil das Gen für normale (nicht-ausbleichende) Farbe bekommt.

Rezessive Gene
Rezessive Gene sind genau das Gegenteil. Sie sind immer der Verlierer, wenn das Lebewesen/Fohlen vom zweiten Elternteil etwas anderes erbt.
Ein gutes Beispiel ist das Flaxen-Gen, das den blonden Schweif bei Haflingern erzeugt. Wenn ein Elternteil ein Lichtfuchs (mit Flaxen) und das andere ein normaler Fuchs (ohne Flaxen) ist, wird das Fohlen auch nur ein normaler Fuchs (ohne Flaxen) werden. Es muss das Gen von beiden Eltern bekommen, damit es dieselbe Farbe zeigt.

Intermediäre Gene
Die dritte und letzte Möglichkeit sind die Gene, die sich vermischen, die also ein unterschiedliches Ergebnis zeigen, je nachdem ob das Gen gar nicht, nur von einem Elternteil oder von beiden Elternteilen vererbt wird.
Ein gutes Beispiel ist hier das Cream-Gen, das das Fell aufhellt. Nehmen wir an, ein Fohlen hat die Grundfarbe Fuchs geerbt. Bekommt es von keinem der Eltern das Cream-Gen bleibt es bei einem Fuchs. Bekommt es von einem Elternteil das Cream-Gen, wird es ein Palomino. Bekommt es von beiden Elternteilen das Cream-Gen, wird es ein Cremello.

Kombination


Ein Pferd hat natürlich nicht nur ein Gen, das die Farbe bestimmt, sondern in der DNA sind hunderte Gene versteckt. Davon hat der Mensch einige benannt. Wir benutzen im Spiel 12 davon. Das heißt aber nicht, dass es 12 verschiedene Pferdefarben gibt, sondern hunderte, weil die Gene beliebig kombiniert werden können.
Manche dieser Kombinationen sehen gleich aus, weil zum Beispiel ein Schimmel-Gen das Cream-Gen überdeckt. Dann spricht man in der Fachsprache von einem identischen Phänotyp trotz unterschiedlichem Genotyp.
Andere Kombinationen verändern das Ergebnis. Ein Palomino wird durch ein Scheck-Gen zusätzlich gescheckt, durch ein Agouti-Gen dunkler oder durch ein Sooty-Gen blasser.

Vererbung


Vielleicht habt ihr euch gewundert über die Formulierung 'wenn das Fohlen Gen X vom Elternteil erbt'. Wäre es nicht einfacher zu schreiben 'wenn die Mutter ein Schimmel ist'? Nein. Das wäre nicht dasselbe.
Wie gesagt hat jedes Tier einen doppelten Chromosomensatz. Da das Fohlen auch wieder nur zwei haben darf, kann es von jedem Elternteil nur einen einfachen Chromosomensatz erben.
Und welcher wird vererbt? Da kommt der Zufall ins Spiel. Und zwar nicht so, dass das Fohlen dann nur Gene von seinem Opa oder seiner Oma bekommt, sondern eine Mischung daraus.
Das liegt daran, dass die DNA auf 32 Chromosomenpaare aufgeteilt ist beim Pferd. Das Fohlen kann also über seine Mutter ein Chromosom seines Opas erben und gleichzeitig die anderen 31 von seiner Oma.
Und das bedeutet: Man kann fast nie mit Sicherheit voraussagen, welche Farbe ein Fohlen hat! Man kann es aber beeinflussen und berechnen, wenn man weiß wie oft das Elterntier selbst das Gen hat. Da gibt es folgende zwei Möglichkeiten:

Homozygote Vererbung
Das ist der Fachausdruck, wenn ein Elterntier ein Gen reinerbig, also zwei Mal dasselbe hat. Wie findet man das heraus? Das kommt darauf an, wie es vererbt wird. Ein Lichtfuchs hat beispielsweise das rezessive Flaxen-Gen immer reinerbig. Einem Cremello sieht man es auch an, dass er das intermediäre Cream-Gen reinerbig hat, denn sonst wäre es nur ein Palomino. Aber einem Schimmel sieht man es nicht an. Selbst wenn die Eltern beide Schimmel waren, können beide Eltern das dominante Gen nur einmal gehabt haben und durch Zufall hat es nur einer von beiden weiter gegeben. Hier kommst du nur über Gentests oder Zuchtexperimente weiter.

Heterozygote Vererbung
Das ist der Ausdruck, wenn ein Elterntier ein Gen mischerbig, also nur einmal hat. Dann gibt er es auch nur an 50% der Fohlen weiter.
Und genau die Fälle sind am schwersten vorauszuberechnen. Dadurch kannst du zwei Füchse kreuzen, denen du nicht ansiehst, dass sie beide das Flaxen-Gen mischerbig besitzen. Wenn beide es weiter geben, bekommst du einen Lichtfuchs anstatt wie erwartet einen Fuchs. Oder du kreuzt einen Palomino mit einem Fuchs-Schecken und erwartest einen Palomino-Schecken. Aber du bekommst eventuell einen Fuchs, weil beide Eltern das Gen nur in einem Chromosomensatz haben und genau die anderen Chromosomen weiter vererben.

 

Ich hoffe die Anleitung macht Lust auf mehr. Viel Spaß beim Ausprobieren!
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